Are you in the Club? Der riesige Hype um Clubhouse.

29.01.2021

Seit ein paar Tagen strahlt ein neuer Stern am Social Media Himmel: Clubhouse. Wie bitte? Was? Kann man das Essen? Nein, es ist kein Restaurant, das Club-Sandwiches anbietet. Kurz gesagt ist der neue Stern eine digitale Plattform, auf der diverse live Konversationen in verschiedenen virtuellen Räumen stattfinden. Oder anders gesagt: Live-Podcasts, bei denen jeder mitwirken kann. Diskutiert wird über alles mögliche: Sport, Technologie, Kommunikation, Liebe etc.

Der Stern leuchtet zwar erst seit Kurzem hier über dem Heidiland, doch aufgekommen ist der Stern – wie so üblich bei diesen Himmelskörpern – vor langer, langer Zeit. Also letztes Jahr. Die Amerikaner nutzen diese App bereits Tag und Nacht. In unserem Nachbarland Deutschland ging die App in den letzten Wochen ebenfalls ab wie eine Rakete. Nun hat die Clubhouse-Welle auch die Schweiz erreicht.

Doch ist es die perfekte Welle? Soll man sich als Privatperson oder Unternehmen auf diesen Hype einlassen und mitmachen?

Schwierig ist eher das Können: Nur wer eingeladen wird, kann die App nutzen. Und zurzeit läuft die App nur auf iOS. Jeder User kann zunächst nur zwei Personen einladen, wodurch das ganze (noch) sehr exklusiv ist. Leute suchen daher verzweifelt Einladungen. Letzten Dienstag war es dann soweit: Wir haben unsere erste Einladung erhalten! Nach kurzem Testen haben wir Tincanauten dann unseren eigenen Raum erstellt eine Diskussionsrunde gestartet. Um den Raum zu promoten, haben wir den Event im Vorfeld auf unseren Social Media Kanälen angekündigt. Zudem wählten wir viele Co-Hosts aus, um den Raum möglichst populär zu machen. Einen ansprechenden Titel brauchten den wir dann noch: “Zum Glück weiss der Chef nichts”. Dabei plauderten wir während der Arbeitszeit über unsere Geheimnisse aus dem Home Office. Wir wollten von der Community erfahren, welche peinlichen Dinge sie im Home Office erlebt haben.

Die Handhabung ist sehr intuitiv. Nach der Profilerstellung kann man gleich einer Gruppe beitreten. Auch jeder User kann selber eine Gruppe erstellen. Die Podiumsmitglieder führen ein Gespräch. Und diese Führung ist notwendig. Ansonsten wird es schnell chaotisch. Zuhörerinnen und Zuhörer können sich auf Anfrage jederzeit an der Diskussion beteiligen. Wird es einem zu langweilig, kann man einfach stillschweigend den Raum wieder verlassen. Durch Angaben der Interessen, werden verschiedene Personen und Gruppen vorgeschlagen. Man kann seinen Freunden und Stars folgen und wird immer erinnert, wenn bald wieder eine neue Quasselrunde ansteht. Rund um die Uhr gibt etwas zu hören.

Datenschutztechnisch ist Clubhouse umstritten. Vergleicht man im App-Store den Datenschutz mit Facebook, wirkt Clubhouse noch relativ harmlos. Sprich, wer Facebook nutzt, soll sich keine Sorgen um Clubhouse machen. Trotzdem scheint aktuell schwierig zu sagen, was mit den Daten bei Clubhouse genau passiert. Bei privaten Geräten kann natürlich jeder selber entscheiden, ob er die privaten Kontakte weiterleiten möchte. Da jedoch Firmengeräte Kunden gespeichert haben könnten, die nie aktiv zugesagt haben, dass ihre Daten zu Clubhouse gehen, empfehlen wir Unternehmen, ein iPhone-Dummy ohne weitere gespeicherte Kundendaten zu nutzen, um ganz sicher zu sein, den Datenschutz gegenüber seinen Kunden einhalten zu können.

Lohnt es sich mitzumachen? Auf jeden! Die grosse Frage ist, wie lange der Hype dauern wird. Aktuell sitzen viele Menschen zuhause fest und vermissen die sozialen Kontakte und Veranstaltungen. Clubhouse hat den Puls der Corona-Zeit voll getroffen. Will you join the Club?


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