Gimbal Tipps

29.01.2020

Gimbals sind coole Werkzeuge, um deinen Filmaufnahmen das gewisse Etwas zu geben. Sie ermöglichen Shots, die früher nur mit Kranen, Dollys oder Steadycams gemacht werden konnten. Wir zeigen dir einige Tipps, wie du das meiste aus einem Gimbal herausholst.

Gimbals sind cool. Es macht Spass sie zu benutzen und mit relativ tiefen Kosten steigern sie den den Produktionswert von Filmaufnahmen um ein Vielfaches. In diesem Blogpost erzählen wir dir, was ein Gimbal ist und wie du diesen optimal einsetzen kannst.

Was ist ein Gimbal?

Das Wort Gimbal ist der englische Begriff für eine kardanische Aufhängung. Dies ist ein System, in welchem sich ein Körper auf alle Seiten drehen kann, ohne dabei aus der Fassung zu fallen.

Im Foto- und Videobereich bezeichnet Gimbal ein Gebilde für externe Bildstabilisierungen, das auf dem oben genannten Prinzip funktioniert. Aufgrund des mechanischen Achsen-Systems eines Gimbals, kann anhand dessen, die Kamera stabilisiert werden.

Es gibt diverse unterschiedliche Grössen und Modelle von Gimbals, von denen ihr hier einige Beispiele seht:

Wie bediene ich einen Gimbal?

Der wichtigste erste Schritt ist das korrekte Ausbalancieren des Gimbals. Bei kleineren Gimbals wie dem DJI Osmo oder dem GoPro Karma Grip ist das nicht nötig, aber grössere Gimbals wie ein Mövi oder Ronin müssen perfekt ausbalanciert sein, um optimale Resultate zu erzielen.

Um einen Gimbal auszubalancieren, müssen alle Achsen des Gimbals so eingestellt werden, dass sich die Kamera danach in jeglicher Position nicht mehr bewegt. Um herauszufinden, wie du deinen Gimbal am besten stabilisierst, schaust du am besten ein How-to-Video deines spezifischen Geräts. Je besser ausbalanciert dein Gimbal ist, desto mehr wird auch der Akku des Gimbals geschont.

Tipp: Vergiss nicht die Kamera vollständig einzurichten, bevor du sie auf den Gimbal setzt: Das heisst Linsendeckel abnehmen, Akku einlegen und falls nötig den Bildschirm ausklappen.

Verschiedene Gimbal Moves

Mit einem Gimbal erhältst du die Möglichkeit, diverse verschiedene Kamerabewegungen zu machen, die deinem Film mehr "cinematisch" machen. Hier folgend 5 verschiedene Shots, die du anwenden kannst.

1. Verfolgung (Tracking Shot)

Du kannst mit deinem Gimbal Personen folgen - entweder von vorne (indem du rückwärts läufst) oder von hinten (vorwärts laufen). Dies imitiert den klassischen Steadycam-Shot, wobei du dich darauf achten müsst, möglichst keine vertikalen Bewegungen zu machen. In dem du beispielsweise etwas in die Knie gehst, verminderst du die störende Auf-und-Ab-Bewegung der Kamera.

2. Schwenks (Pans and Tilts)

Mit dem Gimbal kannst du auch klassische Schwenks machen, wenn du gerade mal kein Stativ dabei hast. Dabei bleibst du am Ort stehen und schwenkst die Kamera in die gewünschte Richtung. Dies ist vor allem praktisch, wenn du nicht viel Zeit hast, um ständig zwischen Stativ und Gimbal zu wechseln.

3. Statisch (Still Shot)

Wie bei Punkt zwei erläutert, kann man den Gimbal auch einsetzen, wenn man gerade kein Stativ dabei hat oder nicht Wechseln will. Neben Schwenks bieten sind auch statische Aufnahmen möglich, wobei sich die Person möglichst nicht bewegen darf. Zusätzlich kann man dann in der Post Production auch noch einen Warp Stabilizer verwenden, um die Filmaufnahmen noch statischer zu machen.

4. Kran (Crane Shot)

Mit dem Gimbal lassen sich auch vertikale Kamerabewegung machen, die man früher nur mit einem Kran erzeugen konnte. Indem du in die Hocke gehst und dann mit dem Gimbal aufstehst, entsteht eine schöne Kamerabewegung nach oben.

5. Horizontale Bewegung (Slider Shot)

Das Gegenteil des Kran Shots ist der Slider Shot. Dabei wird eine horizontale Bewegung gemacht, wie sie üblicherweise auch mit einem Kameragefährt ("Dolly") mit und ohne Schienen erzeugt wird.

Tipp: Man kann sich auf einen Bürostuhl setzen, um noch eine flüssigere horizontale Bewegung zu erzielen.

Das waren einige Tipps rund um das Thema Gimbals. Nun wünschen wir euch viel Spass beim Anwenden und ausprobieren. :)



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