Networking in Zeiten von Social Distancing

10.03.2021

Die aktuelle Situation macht es einem wirklich nicht einfach. Geschäftsleute, die normalerweise auf Networking angewiesen sind, können das unter den Regeln des Social Distancing kaum zur Genüge ausleben. Der Austausch kommt deshalb meist zu kurz. Gut sind wir im digitalen Zeitalter angekommen. Denn, heute gibt es sogar fürs Networking digitale Plattformen.

Zoom, Teams, Skype, Google Meet und viele mehr - wer kennt sie nicht? Schulen, Firmen und auch Privatpersonen nutzen diese Tools in der Pandemie-Zeit rege. Da Meetings heutzutage fast ausschliesslich über den digitalen Weg stattfinden, sind diese unerlässlich.
Doch was dort nicht vollständig ausgeschöpft werden kann, ist kreatives Denken, Brainstorming, oder auch das spontane Networking. Jedoch gibt es inzwischen Tools, die gerade dieses Problem zu lösen versuchen. Wir stellen dir zwei dieser Tools vor:

Wonder.me

Wonder.me ist eine relativ neue Plattform und ist aktuell sehr im Trend. Wonder.me ermöglicht digitale Interaktionen zwischen Personen. Das Prinzip ist, dass jeder Teilnehmer einen Avatar mit einem gewissen Interaktionsradius besitzt. Durch Klicken kann man sich auf der Plattform hin und her bewegen. Tritt man in den Interaktionsradius von anderen Teilnehmern und verbleibt dort eine gewisse Zeit, wird ein Channel eröffnet. Dieser funktioniert dann wie ein normaler Call; man hört und sieht sich und kann sich austauschen. So ist es sehr schnell und unkompliziert möglich in einem Call Subgruppen zu erstellen und sich darin unverbindlich auszutauschen.

In deinem Raum lassen sich zudem Areas anlegen und mit einer Überschrift betiteln. So können deine Gäste sich sofort in die Bereiche begeben, die sie am meisten interessieren und so Menschen mit ähnlichen Interessen treffen. Diese Areas sind wiederum unterteilt in die schon erwähnten dynamischen Gespräche.

Als Host kann für jeden Raum oder jede Area sogenannte Eisbrecher-Fragen aufgesetzt werden, die jeder Gast beantworten muss, bevor er beitreten kann. So kommen Gäste einfacher ins Gespräch.

www.wonder.me

Das Tool ist aktuell noch kostenlos - doch es kann gut sein, dass in Zukunft etwas dafür verlangt wird.

Remo.co

Eine Alternative bildet remo.co (nein, das ist kein Schreibfehler, ist wirklich .co). Auch remo.co ist eine digitale Austauschplattform mit der Möglichkeit von individuellen Interaktionen durch die Nutzer. Wie auch bei Wonder.me nimmt man nur die Personen im Interaktionsradius war, sprich nur von denen sieht man das Video und hört den Ton.
Der Host hat aber die Möglichkeit, sein Video allen zu zeigen, unabhängig vom Interaktionsradius.
Die Benutzeroberfläche der Software kann man sich wie ein Büro aus der Vogelperspektive vorstellen. Man sitzt an Bürotischen zu gewissen Themen, welche vorher vom Host definiert werden. Nun kann man ganz einfach zwischen den Tischen wechseln und sich so zu neuen Gesprächen an anderen Tischen gesellen.
Zudem gibt es mehrere Ebenen (Floors), in die man stetig wechseln kann. So können zum Beispiel auf Floor 1 die klassischen geschäftlichen Traktanden abgearbeitet werden, während auf Floor 2 kreative Brainstormings zu unterschiedlichen Themen und auf Floor 3 ein unverbindlicher Austausch und Networking stattfinden. Mitarbeiter können zudem einen persönlichen Status einrichten, um den Teammitgliedern die Verfügbarkeit anzuzeigen.

www.remo.co

Das Tool gibt als 14-tägige Gratis Testversion, danach kostet das Ganze 125$ / Monat.

Was noch?

Auch das besten digitalen Networking Tool schützt nicht vor einer guten Vorbereitung:

    1. Kenne dein Event-Thema und deine Teilnehmergruppen.
    2. Bilde daraus abgeleitet geeignete Untergruppen (z.B. Tische bei remo.co) und definiere daraus die Keywords Bei einer Karrieremesse wären das zum Beispiel verschiedene Jobarten, also “Anstellung”, “Vollzeit”, “Teilzeit”, “Praktikum” und vieles mehr. Oder man definiert die Keywords nach Branchen oder Berufserfahrung.
    3. Plane auch aktiv Pausen mit ein - denn das beste Networking passiert meist bei Kaffeepausen. Das kann je nach dem auch parallel zu Vorträgen oder dem festen Programm passieren.
    4. Je nach Aufbau der Plattform eignet sich auch zu Beginn ein Icebreaker: Indem eine einfache, ungezwungene Frage beantwortet wird, lernt man das digitale Gegenüber schon einmal kennen und kommt so schon in ein erstes Gespräch. Ein Beispiel dazu wäre: "Wann hast du das letzte Mal Ping Pong gespielt?"

Auf die Tasten, fertig, los!

Die Tools sind ganz klar eine gute Möglichkeit um Austausch und kreatives Denken in Zeiten der digitalen Meetings zu fördern. Dabei ist eine gute Vorbereitung als Host essentiell, da sonst der Austausch schnell chaotisch wird. Aber lasst euch nicht einschüchtern: Probieren geht über studieren und bei Wonder.me ist das ganze Tüfteln gar noch kostenfrei.


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